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Ferch - Dieter Steinmez

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Ferch

Im Gebiet rund um den Schwielowsee existieren einige traditionsreiche Sagen. Besonders hervorzuheben ist die Erzählung zur Entstehung des Dorfes Ferch, welche direkt am Südufer des Sees angesiedelt ist.

Die Sage von der Fee und der Gründung von Ferch


Diese Geschichte gilt als die bekannteste in der Region. Sie berichtet von einer Fee, die in einem abgelegenen Waldhaus am Ufer des Schwielowsees lebte. Ein Ritter verirrte sich eines Tages im Wald und stieß auf das Haus der Fee. Durch ihren Einfluss blieb er für längere Zeit dort und vernachlässigte seine Verpflichtungen. Erst das Läuten der Kirchenglocken brachte ihn zur Besinnung, woraufhin er fortgehen wollte.

Die Fee wollte ihn zum Bleiben bewegen und zeigte ihm am folgenden Morgen einen Berg, auf dem sie über Nacht ein Dorf entstehen ließ – Ferch –, wo zuvor nur Wald zu finden war.
     

Die Wäscherinnen der Künstlerkolonie in Ferch


Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Schwielowsee zunehmend von Malern aufgesucht. Das Dorf Ferch entwickelte sich dabei zu einer bedeutenden Künstlerkolonie und stand in dieser Hinsicht Worpswede in nichts nach.

Die Maler Karl Hagemeister und Carl Schuch zeigten besonderes Interesse am charakteristischen Licht über dem See und arbeiteten häufig in der Freiluftmalerei (Pleinairmalerei). Berichten zufolge wählten sie regelmäßig die Wäscherinnen am Seeufer als Motiv, was dazu führte, dass diese für das Posieren sogenannte Modellgelder verlangten – eine wirtschaftliche Neuerung für das bis dahin wenig entwickelte Fischerdorf.
   
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